Zur geplanten Abschaffung der Studiengebühren

13. September 2011
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Am heutigen Tag hat der Hamburger Senat die Abschaffung der Studiengebühren auf den Weg gebracht. Gerade einmal 375 EUR sollten Studenten -nachgelagert- für ihr Studium, das oft über 100.000 EUR kostet, zahlen. Nun aber bald nicht mehr. Schade.

Man kann über Studiengebühren diskutieren, welchen Sinn sie erfüllen und ob 10.000 EUR im Semester zu viel sind. In Hamburg ist es einfacher: Hier werden die Menschen für dumm verkauft und unterwerfen sich der Rhetorik der sogenannten “sozialen Gerechtigkeit”, unterstützt von den offiziellen Propagandaorganen wie spiegelonline.  Gerecht ist es sicher, wenn alle begabten Studenten studieren können. Gerecht ist es aber sicher nicht, wenn das über Steuern finanziert wird, die den Handwerksmeister ebenso wie die Kassiererin bei Aldi treffen. Den Studenten an einer privaten Hochschule ebenso wie den Lehrling. Die haben nichts von den subventionierten Studenten.

“Aber”, könnte man sagen, “ihre Kinder haben davon doch Vorteile”. Das wäre richtig, wenn nicht der Großteil aller Studenten in Deutschland aus Akademikerhaushalten kommen würde. Von nachgelagerten Studiengebühren werden denn auch nur die Allerängstlichsten vom Studieren abgehalten. Damit ist das kostenlose Studium eine riesige Umverteilung von den Armen zu den Reichen.

Und das ist nur die direkte soziale Sicht. Interessant wird es erst, wenn man sich fragt, warum die Armen den reichen Töchtern und Söhnen ihr Kunstgeschichtestudium finanzieren sollen. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Es reicht schon, dass die Nutznießer sich von der Gesellschaft subventionieren lassen.

Alles “sozial gerecht”. So versuchen es die Kommunisten gerade in Chile, so versuchen es die Dauerstudenten in Hamburg. Es ist bedauerlich, dass diese billige Masche funktioniert.

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