RCDS reagiert auf Sparpläne bei Rechtsreferendarplätzen mit Unverständnis!
Der RCDS Landesverband Hamburg reagiert auf die Sparpläne von Justizsenator Dr. Till Steffen (GAL) mit großem Unverständnis. Mit der Entscheidung des grünen Justizsenators, die Zahl der Rechtsreferendare in Hamburg um 100 Stellen zu reduzieren, offenbart der Senator, dass die Stadt offensichtlich ihrer Verantwortung für die Ausbildung von Juristen nicht mehr nachkommen möchte.
Hamburg verfügt neben einer Vielzahl von renommierten Kanzleien mit der juristischen Fakultät der Universität Hamburg und der Bucerius Law School über gleich zwei juristische Hochschulen. Diese bilden jährlich mehrere Hundert Juristen aus. Die Entscheidung des grünen Justizsenators nimmt nun jährlich einhundert Juristen die Möglichkeit, den für die Zulassung als Anwalt erforderlichen zweiten Ausbildungsabschnitt des Referendariats in Hamburg zu absolvieren. Diese Referendare und ausgebildeten Juristen werden in den kommenden Jahren in der Hamburger Wirtschaft und Justiz benötigt werden. Dies bringt allerdings auch die Verantwortung mit sich, deren Ausbildung sicherzustellen und diese nicht auf andere Bundesländer abzuwälzen. Insbesondere ist es kurzsichtig, gerade an der Ausbildung zu sparen. Trotz des anzuerkennenden Sparzwanges, der auch die Hansestadt betrifft, sollten Investitionen in die Ausbildung von Nachwuchskräften zuletzt gekürzt werden.
Dazu Jonas Heckmann, Stv. Landesvorsitzender und Schatzmeister und selbst Jurastudent: „Die Entscheidung des Justizsenators ist ein enttäuschender Rückschritt. Es bleibt zu hoffen, dass Senator Dr. Steffen erkennt, wie wichtig eine hochwertige Ausbildung für Rechtsreferendare insbesondere in Hamburg ist.“


