Weihbischof Jaschke zu Gast: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Auf Einladung der RCDS-Hochschulgruppe der Bucerius Law School sprach am Mittwoch, den 18. Juni um 16.30 Uhr, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, ehemals Promotionsstudent bei Prof. Dr. Joseph Ratzinger, im Studium Generale vom geistig-religiösen Erbe als Fundament der europäischen Werte.
Er hob die christlichen Religion und ihre Bedeutung für die moderne Gesellschaft hevor. Jesus hat daran erinnert, daß das Brot allein, der materielle Genuß, den Hunger des Menschen nicht stillen kann. Den Menschen im Lichte Gottes zu sehen, führe zu Glaubensfreiheit und Toleranz. Zur Personalität des Menschen gehören seine Menschenwürde, seine Freiheitsrechte und seine Gleichwertigkeit gegenüber anderen. Jaschke betonte Solidarität, Teilhabe und Subsidiarität und verwies auf die Bedeutung von Ehe und Familie als Schutzräume des Menschen.
Jaschke wies auch auf die Rolle der europäischen Philosophie hin. Gemeinsam mit den geschichtlichen Erfahrungen von Krieg und Frieden seien die philosophischen, nicht notwendig christlich inspirierten Forderungen von Humanität und Gerechtigkeit eine einzigartige Synthese eingegangen.
Das anschließende Gespräch, moderiert durch Dr. Eike Bohlken (wiss. Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Philisophie Hannover), wurde von den Studenten und Gästen dankbar angenommen.


