Gejaule und Gejammer über angebliche Überlastung ist bester Beleg für die Richtigkeit der Schulzeitverkürzung
RCDS und Schüler-Union Hamburg sind vehemente Verfechter der Schulzeitverkürzung.
Die Landesverbände des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Schüler-Union (SU) warnen die Hamburger Oppositionsparteien davor, die erfolgreiche Schulzeitverkürzung rückgängig machen zu wollen.
Die Landesvorsitzenden des RCDS, Johannes Keßner (26), und der SU, Ramon Weilinger (15), erklären dazu:
“Das Rad der Reformen darf nicht zurückgedreht werden. Die Schulzeitverkürzung beim Abitur ist ein Segen für die Schüler der Stadt. Sie können ein Jahr früher die Schule verlassen und damit ein Jahr früher ins Studien- und Berufsleben einsteigen.
Das Gezeter über die angebliche Überlastung der Schüler ist der beste Beweis für die Richtigkeit der Reform. Aufgabe der Schulen ist es, Kinder und Jugendliche auf die realen Anforderungen des Lebens vorzubereiten. Anstrengungsbereitschaft, Einsatzwille und Selbstdisziplin können nur eingeübt werden, wenn in der Schule hohe Forderungen gestellt werden. Dieses Prinzip ist unter sozialdemokratischen Regierungen nicht nur in Hamburg jahrzehntelang sträflich vernachlässigt worden. Ergebnis war ein krasses Nord-Süd-Gefälle bei den Schulleistungen und die Entwertung des Abiturs, das nicht mehr ohne weiteres als Nachweis der Studierfähigkeit angesehen werden konnte.
Es darf weder Ziel noch Methode der Pädagogik sein, Kinder und Jugendliche in Watte zu packen und ihnen einen möglichst gemächlich-bequemen Tagesablauf zu bescheren. Es geht daher auch nicht darum, das Niveau beim achtjährigen Abitur gegenüber dem neunjährigen abzusenken – im Gegenteil. Die Freude und das Glück des Gelingens, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten weckt, kann nur auch mit Mühsal erreicht werden. Das ist im Sport nicht anders als beim Musizieren, und dort nicht anders als in der Schule überhaupt. Schon der Volksmund ist klüger als SPD, GAL und Linkspartei/SED: Ohne Fleiß kein Preis.
In der ganzen Welt schaffen es Jugendliche nach zwölf Schuljahren, einen hochschulqualifizierenden Abschluß zu erlangen. Neue Bundesländer wie der Freistaat Sachsen belegen schon seit Jahren, daß auch in Deutschland das Abitur nach zwölf Schuljahren ein Erfolgsmodell ist. Dafür sind nicht nur die dortigen Pisa-Ergebnisse eindrücksvolles Zeugnis. Die Hamburger Schüler sind nicht dümmer und auch nicht fauler als ihre Kollegen in der ganzen Welt. Warum sollten ausgerechnet sie dann ein Jahr länger die Schulbank drücken müssen?
Das SPD-Mitglied Michael Naumann verkündet nun im Wahlkampf, man müsse bei der Schulzeitverkürzung eine Denkpause einlegen. Was ist das eigentlich? Eine Pause vom Denken kann er ja nicht ernsthaft fordern wollen; nachgedacht worden ist vor der Einführung des achtjährigen Abiturs aber bereits gründlich und jahrelang. Es gibt keinen neuen Diskussionsbedarf. Die Zukunft der Hamburger Schüler aber auf die lange Bank zu schieben, ist unverantwortlich.
Geradezu absurd ist der Verweis von Sozialdemokraten wie Naumann, Grünen und der Linkspartei/SED auf das gestiegene Lebensalter und die Verkürzung der Studiendauer durch Bachelor- und Masterabschlüsse. Denn es sind SPD, Grüne und Linke, die auch die Studienzeitverkürzung anprangern und gegen die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters wettern. Das ist widersprüchlich.
SPD, Grüne und Linkspartei/SED wollen nicht nur die Zwangseinheitsschule für alle. Auch ihre Forderung, die Schulzeitverkürzung rückgängig zu machen, raubt Wahlmöglichkeiten. RCDS und Schüler-Union stehen dagegen hinter dem Zwei-Säulen-Modell der CDU, das den Schülern und Eltern eine echte Alternative auf dem Weg zum Abitur bietet: Auf dem Gymnasium kann das Abitur nach zwölf Jahren erlangt werden. Wer dieses Tempo nicht mitgehen kann oder will, der kann nach dreizehn Schuljahren auch an der Stadtteilschule das Abitur ablegen. Damit kann optimal auf die Bedürfnisse des einzelnen eingegangen werden. Das Niveau an den Gymnasien kann weiter erhöht werden, während gleichzeitig über die Stadtteilschule niemandem der Weg zum Abitur abgeschnitten wird. Differenzierung statt Gleichmacherei, nur dies eröffnet echte Chancengleichheit.”


